Wissenswertes und Interessantes zur Burg und ihrer Geschichte

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Stutgarten

Vor mehr als 500 Jahren, am 20. Januar 1505, gab es in der Geschichte der Burg Spangenberg einen gravierenden Einschnitt, als der Speyerer Bischof Philipp I. und Landesherr auch über Spangenberg, in nächster Nähe zur Burg ein Gestüt einrichtete und die Burg selbst seinem Stutmeister Franz Hertel als Wohnung zuwies. Damit endete der mittelalterliche Zweck der Burg als Schutz der bischöflichen Waldungen im Elmsteiner Tal und als Trutzfeste gegenüber territorialen Ausdehnungsgelüsten der Grafen von Leiningen auf dem jenseitigen Speyerbach-Ufer, und ein neues, nicht-kriegerisches Kapitel wurde aufgeschlagen. Diese Zweckentfremdung bescherte der Spangenberg noch weitere rund 120 Jahre friedliches Dasein, bis sie in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges zerstört wurde und als Burg unterging.
 
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Pulverkammer

Aufwendiges Katalogisieren aller ausgegrabenen Stücke, zeitraubende Fahrten zu namhaften Experten innerhalb Deutschlands und aufschlussreiche Diskussionen mit diversen Fachkundigen – Hubert Puhl, 1. Vorsitzender des Vereins Burg Spangenberg, hatte keine Mühen gescheut, um die im Jahre 2003 bei der Errichtung eines Fachwerkbaues in der so genannten Pulverkammer auf Burg Spangenberg unerwartet zu Tage getretenen Funde zu enträtseln. In seinem spannenden Vortrag am 12. Februar 2005 auf Burg Spangenberg stellte Puhl die Ergebnisse seiner Nachforschungen der Öffentlichkeit vor. Nach Puhls Darstellung belegen die Fundstücke die Existenz eines isoliert stehenden Wehrturmes über der heutigen Pulverkammer, deren Zerstörung im Jahre 1470 sowie den Aufbau der Unterburg im Jahr 1480 durch Engelhard von Neipperg.
 
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Wasserversorgung

Folgende Feststellung ist als allgemein gültig anerkannt: Zu den wichtigsten mittelalterlichen Kriterien bei der Wahl eines Bauplatzes für eine Burg zählte die ausreichende Verfügbarkeit von (Trink-)Wasser. Umgekehrt gilt: War einmal die Wasserversorgung einer Burg im Verlauf einer Kriegshandlung gestört oder gar unterbrochen, hatten die Verteidiger fast keine Chance mehr.
 
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Mittelalterliche Fundstücke

Burg Spangenberg gehört zum Typus der Felsenburgen, ist also auf einem Felsen erbaut. Zwar gibt es genug aufgehendes Mauerwerk, damit sich ein heutiger Besucher ein ziemlich gesichertes Bild vom ursprünglichen Aussehen der Burg machen kann, aber Funde, die zusätzliche Hinweise auf Spangenbergs Geschichte geben könnten, gibt es nur wenige. Denn wo sollte man etwas finden? Wo sollte man graben? Auf Felsen ist nun einmal nichts zu holen. Andererseits ist belegt, dass Spangenberg irgendwann in Schutt und Asche sank. Als es dann zum ersten Mal an die Säuberung der Ruine (in den 20-iger Jahren des letzten Jahrhunderts durch die Deutschwandervögel) ging, befreite man sich vom ungeliebten Schutt dadurch, dass man ihn wahllos zu Tale kippte. Um Funde kümmerte man sich weitestgehend nicht. Irgendwo unter dem Waldboden rund um Spangenberg ruhen daher unbekannte Objekte mittelalterlicher Provenienz in unbekannter Menge.
 
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